Taufe planen: Checkliste, Ablauf und Kosten im Überblick

Personalisierter Caketopper zur Taufe aus Holz auf der Tauftorte

Eine Taufe zu planen ist einfacher, als es am Anfang wirkt. Wenn du weißt, was wann zu tun ist, bleibt am Tag selbst Zeit für das Wichtigste: dein Kind und die Menschen, die mit euch feiern. Hier findest du eine Checkliste zum Abhaken, den Ablauf der Taufe, die üblichen Kosten und Ideen für die Feier.

Wann lässt man ein Kind taufen?

Viele Familien lassen ihr Kind in den ersten Lebensmonaten taufen, oft im ersten Lebensjahr. Eine feste Altersgrenze gibt es nicht: Getauft werden kann man in jedem Alter. Taufen finden meist sonntags statt, entweder im Gemeindegottesdienst oder in einem eigenen Taufgottesdienst. Beliebt sind Frühjahr und Sommer, weil sich die Feier dann leicht nach draußen verlegen lässt.

Taufe anmelden: so gehst du vor

  1. Pfarrbüro anrufen: Melde die Taufe in eurer Kirchengemeinde an und vereinbare einen Termin. Plane dafür etwa drei bis sechs Monate Vorlauf ein, an beliebten Sonntagen auch mehr.
  2. Taufgespräch: Vor der Taufe lädt die Pfarrerin oder der Pfarrer meist zu einem Gespräch ein. Dort klärt ihr den Ablauf, den Taufspruch und eure Wünsche, zum Beispiel ein Lied oder eine Fürbitte.
  3. Unterlagen besorgen: In der Regel brauchst du die Geburtsurkunde deines Kindes und für jede Patin und jeden Paten eine Patenbescheinigung der eigenen Kirchengemeinde. Welche Unterlagen genau nötig sind, sagt dir das Pfarrbüro.

Taufpaten auswählen

Paten begleiten dein Kind über viele Jahre. Frag sie früh, damit sie die Patenbescheinigung rechtzeitig besorgen können. In der Regel muss mindestens eine Patin oder ein Pate der Kirche angehören, in der getauft wird. Bei einer katholischen Taufe gilt zum Beispiel, dass mindestens ein Pate katholisch und gefirmt ist. Die genauen Regeln deiner Gemeinde erfährst du im Taufgespräch.

Was die Paten am Tauftag übernehmen und was sie schenken können, findest du bei den Taufgeschenken für das Patenkind.

Checkliste: Taufe planen Schritt für Schritt

Drei bis sechs Monate vorher

  • Taufe im Pfarrbüro anmelden und Termin festlegen
  • Patinnen und Paten fragen
  • Ort für die Feier wählen und reservieren: zu Hause, im Garten oder im Restaurant
  • Gästeliste schreiben

Sechs bis acht Wochen vorher

  • Einladungen verschicken
  • Taufgespräch führen und den Taufspruch aussuchen
  • Taufkerze besorgen oder mit den Paten absprechen, wer sie mitbringt
  • Taufkleid oder Taufgewand aussuchen
  • Fotografin oder Fotografen fragen, falls gewünscht

Vier Wochen vorher

  • Patenbescheinigungen und Geburtsurkunde im Pfarrbüro abgeben
  • Deko und Gastgeschenke bestellen. Personalisierte Stücke werden erst nach der Bestellung gefertigt, die aktuelle Lieferzeit steht auf jeder Produktseite.
  • Tauftorte bestellen oder Backplan machen
  • Menü oder Buffet planen

Eine Woche vorher

  • Zusagen zählen und Sitzplan machen
  • Namenskärtchen oder Platzkarten den Plätzen zuordnen
  • Ablauf des Tages mit allen Helfern besprechen

Am Tag der Taufe

  • Taufkerze, Taufkleid und, falls gewünscht, ein Tuch für das Kind einpacken
  • Wickeltasche mit Wechselkleidung bereitstellen
  • Kollekte oder Spende für die Gemeinde dabeihaben
  • Caketopper erst kurz vor dem Servieren auf die Torte setzen

Was braucht man für die Taufe?

  • Taufkerze: Sie wird im Gottesdienst an der Osterkerze entzündet. Oft bringen die Paten sie mit.
  • Taufkleid oder Taufgewand: traditionell in Weiß. Viele Familien nehmen ein Kleid, das schon Geschwister oder Eltern getragen haben.
  • Taufspruch: meist ein Vers aus der Bibel, den ihr im Taufgespräch auswählt. Ideen findest du in den Sprüchen und Glückwünschen zur Taufe.
  • Unterlagen: Geburtsurkunde und Patenbescheinigungen, je nach Gemeinde.
  • Für die Feier: Tauftorte, Tischdeko, Platzkarten und auf Wunsch kleine Gastgeschenke.

Wie läuft eine Taufe ab?

Je nach Kirche und Gemeinde unterscheidet sich der Ablauf etwas. Häufig sieht er so aus:

  1. Begrüßung: Die Familie wird begrüßt, oft mit der Frage nach dem Namen des Kindes.
  2. Lesung und Predigt: Häufig wird dabei auch der Taufspruch vorgelesen.
  3. Glaubensbekenntnis und Taufversprechen: Eltern und Paten versprechen, das Kind auf seinem Weg zu begleiten.
  4. Taufe mit Wasser: Das Wasser wird dem Kind über den Kopf gegossen, dazu werden die Taufworte gesprochen.
  5. Zeichen der Taufe: zum Beispiel das weiße Taufkleid und, in der katholischen Kirche, die Salbung mit Chrisam.
  6. Taufkerze: Sie wird an der Osterkerze entzündet.
  7. Segen: Zum Schluss werden Kind und Familie gesegnet.

Wer das Kind über das Taufbecken hält, ist unterschiedlich: oft die Mutter, der Vater, eine Patin oder ein Pate. Sprecht das am besten im Taufgespräch ab.

Was kostet eine Taufe?

Die Taufe selbst kostet für Mitglieder der Kirche in der Regel nichts. Viele Familien geben eine Spende, und die Kollekte im Gottesdienst ist für einen guten Zweck bestimmt. Kosten entstehen vor allem für die Feier:

  • Essen und Getränke, im Restaurant oder zu Hause
  • Tauftorte
  • Taufkleid und Taufkerze
  • Einladungen und Danksagungskarten
  • Deko, Platzkarten und Gastgeschenke
  • auf Wunsch eine Fotografin oder ein Fotograf

Wer im kleinen Kreis zu Hause feiert und einen Teil selbst macht, kommt mit deutlich weniger aus als bei einer großen Feier im Restaurant.

Die Tauffeier: zu Hause, im Garten oder im Restaurant

  • Zu Hause: persönlich und günstig. Plane eine ruhige Ecke ein, in der das Baby schlafen oder gestillt werden kann.
  • Im Garten: schön im Sommer, aber mit Plan B für Regen, zum Beispiel ein Pavillon.
  • Im Restaurant: weniger Arbeit für euch. Frag nach einem eigenen Raum und einer Möglichkeit für den Kinderwagen.

Plane die Feier nicht zu lang. Babys haben ihren eigenen Rhythmus, und ein entspannter Nachmittag mit Kaffee und Kuchen ist oft schöner als ein langes Menü.

Deko mit Namen und kleine Gastgeschenke

Ein paar persönliche Stücke reichen, damit der Tisch festlich aussieht:

  • Caketopper für die Tauftorte: der personalisierte Caketopper mit Namen im Kranz und Taube, Kreuz oder Fisch, im Symbol „Zur Taufe“, nur das Datum oder kein Schriftzug.
  • Tischmitte: ein Holzfisch aus Naturholz mit dem Namen des Kindes, der nach der Feier ins Kinderzimmer wandert.
  • Gastgeschenke für jeden Platz: Karten mit Blumensamen mit Fisch, Kreuz oder Regenbogen und einem Glasröhrchen voller Kornblumensamen. Auf den Teller gelegt sind sie Tischdeko, zuhause säen die Gäste die Samen aus.

Mehr Ideen für Torte und Tisch findest du bei der Taufdeko und den Gastgeschenken. Was Gäste und Großeltern zur Taufe schenken, liest du im Ratgeber Was schenkt man zur Taufe?

Häufige Fragen zur Taufe

Wie lange vorher sollte man eine Taufe planen?

Etwa drei bis sechs Monate vorher. Dann bekommst du einen Termin im Pfarrbüro, die Paten haben Zeit für ihre Bescheinigung und du kannst Ort und Einladungen in Ruhe planen.

Was kostet eine Taufe in der Kirche?

Für Mitglieder der Kirche ist die Taufe selbst in der Regel kostenlos. Viele Familien geben eine Spende. Kosten entstehen vor allem für Feier, Torte, Kleidung, Kerze, Einladungen und Deko.

Wie läuft eine Taufe ab?

Meist mit Begrüßung, Lesung, Glaubensbekenntnis und Taufversprechen, der Taufe mit Wasser, dem Entzünden der Taufkerze und dem Segen. Die Einzelheiten unterscheiden sich je nach Gemeinde.

Was braucht man für die Taufe?

Eine Taufkerze, ein Taufkleid oder Taufgewand, einen Taufspruch und die Unterlagen, die das Pfarrbüro verlangt, meist Geburtsurkunde und Patenbescheinigungen. Für die Feier kommen Torte, Tischdeko und Platzkarten dazu.

Wer hält das Baby bei der Taufe?

Das ist unterschiedlich: oft die Mutter, der Vater, eine Patin oder ein Pate. Sprecht es am besten im Taufgespräch ab.

Welche Farbe sollte man als Gast zur Taufe nicht tragen?

Weiß ist traditionell dem Täufling vorbehalten. Als Gast wählst du besser helle, festliche Farben statt eines ganz weißen Outfits.